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Dear all, friends, comrades, colleagues, collaborators and art-enthusiasts,

Last week, on Saturday the 10th of October, the membership of the bbk berlin elected the remaining board members by a clear majority. Some of you might remember the general assembly back in June, when the membership elected Justina Los and Benjamin Zuber as bbk berlin’s spokepersons. Because of time constraints at that meeting, the election of the remaining five board members was postponed to the next general assembly (which was this one).

I'm very excited to announce that, together with my colleagues Sonja Hornung, Seda Mimaroğlu, Virgil B/G Taylor and Maximilian Thiel, I am now one of the elected board members of bbk berlin. My heartfelt thanks go to all members for the trust you've placed in us. I also would like to take the time to congratulate Sarah Stührenberg for her new position as the executive director of the association.

I’m looking forward to working together to improve the working conditions for all artists in this city.

Photo: Stellar Meris


My aim is to strengthen bbk as an association that not only reacts, but also actively builds structures that allow for solidarity and diverse, critical artistic practice. This involves expanding solidarity networks, amplifying marginalised voices and securing the association's structure, including studios, advisory services, exhibition fees and workshops. Two issues that are particularly important to me are the Grundrente claim and increasing inclusivity within the association.

The Solidarity Section

In my last newsletter, I introduced a section on solidarity, which I would like to include in this newsletter as well and which I will probably continue in future. It's a place where I share things that matter to me and where concrete help is possible:

This time I'm sharing a fundraiser from Dalibor Dankić, whose partner Eugenia died in a train accident in Gräfenhainichen earlier this year. She has already been transferred to Berlin, where the funeral is planned for 30 October, but the actual costs remain open.

In Germany, state support for funeral costs is tied to place: the responsible social welfare office is the one where the person died, and the costs are only covered there. A transfer to another city is funded only in exceptional cases. Mr. Dankić, who was himself formerly homeless, cannot afford the costs for a funeral alone. His wish is clear: for Eugenia to rest in peace in Berlin, so that he and her friends can visit her.

That Mr. Dankić, as a formerly homeless person, is facing this question isn't an individual fate. It's a gap in the system. The state is designed for people who have a fixed address, a bank account, paperwork and a consistent biography. Anyone who has lived without housing for a time often falls through exactly these frameworks. Mostly not because no support exists, but because it's tied to conditions that life on the street simply doesn't meet. Between jurisdictions, deadlines and forms, the actual person disappears.

If you're able to donate, you can do so directly here:
https://www.gofundme.com/f/eugenia-ke3qe

Please feel free to share this appeal wherever it makes sense. Every donation counts.
Thank you for your attention.

Liebe alle, Freund*innen, Genoss*innen, Kolleg*innen, Kollaborateure und Kunstbegeisterte,

Letzte Woche, am Samstag den 10. Oktober, wählte die Mitgliedschaft des bbk berlin die verbleibenden Vorstandsmitglieder mit deutlicher Mehrheit. Einige von Euch erinnern sich vielleicht an die Generalversammlung im Juni, als die Mitglieder Justina Los und Benjamin Zuber zu Sprecher*innen des bbk berlin gewählt wurden. Aufgrund von Zeitmangel auf dieser Sitzung wurde die Wahl der übrigen fünf Vorstandsmitglieder auf die nächste Generalversammlung verschoben (welche nun stattfand).

Ich bin total begeistert bekannt zu geben, dass ich gemeinsam mit meinen Kolleg*innen Sonja Hornung, Seda Mimaroğlu, Virgil B/G Taylor und Maximilian Thiel nun ein gewähltes Vorstandsmitglied des bbk berlin bin. Mein herzlicher Dank gilt allen Mitgliedern für das Vertrauen, das Ihr in uns gesetzt habt. Ich möchte auch die Gelegenheit nutzen, Sarah Stührenberg zu ihrer neuen Position als Geschäftsführerin des Verbands zu gratulieren.

Ich freue mich darauf gemeinsam die Arbeitsbedingungen für alle Künstler*innen in dieser Stadt zu verbessern.

Photo: Stellar Meris

Mein Ziel ist es, den bbk als Verband zu stärken, der nicht nur reagiert, sondern aktiv Strukturen schafft, die solidarische und diverse, kritische künstlerische Praxis ermöglichen. Dazu gehört der Ausbau solidarischer Netzwerke, die Förderung marginalisierter Stimmen und die Sicherung der Strukturen des Verbands, einschließlich Ateliers, Beratungsangeboten, Ausstellungshonoraren und Werkstätten. Zwei Themen, die mir besonders am Herzen liegen, sind der Grundrenten-Anspruch und die Erhöhung der Inklusion des Verbands.

Die Solidaritäts-Rubrik

In meinem letzten Newsletter habe ich eine Solidaritäts-Rubrik eingeführt, die ich auch in diesen Newsletter aufnehmen möchte und die ich voraussichtlich in Zukunft fortführen werde. Es ist ein Ort, an dem ich Dinge teile, die mir wichtig sind und an dem konkrete Hilfe möglich ist:

Diesmal teile ich einen Spendenaufruf von Dalibor Dankić, dessen Partnerin Eugenia früher in diesem Jahr bei einem Zugunglück in Gräfenhainichen starb. Sie wurde bereits nach Berlin überführt, wo die Beerdigung für den 30. Oktober geplant ist, aber die Kosten noch offen sind.

In Deutschland ist die staatliche Übernahme von Bestattungskosten an den Ort gebunden: Das zuständige Sozialamt ist dasjenige, in dessen Bereich die Person gestorben ist, und die Kosten werden nur dort übernommen. Eine Überführung in eine andere Stadt wird nur in Ausnahmefällen finanziert. Herr Dankić, selbst ehemals Wohnungslos, kann die Kosten für eine Beerdigung nicht alleine tragen. Sein Wunsch ist aber klar: Dass Eugenia in Berlin bestattet wird, damit er und ihre Freund*innen sie besuchen können.

Dass Herr Dankić, als ehemals wohnungslose Person, vor dieser Frage steht, ist kein individuelles Schicksal. Es ist eine Lücke im System. Der Staat ist für Menschen gebaut, die eine Adresse haben, ein Konto, Papiere und eine lückenlose Biografie. Wer zeitweise ohne Wohnung gelebt hat, fällt oft genau durch diese Rahmenwerke. Meist nicht, weil es keine Unterstützung gäbe, sondern weil sie an Bedingungen geknüpft ist, die das Leben auf der Straße einfach nicht erfüllt. In einem Meer aus Zuständigkeiten, Fristen und Formularen geht der einzelne Mensch unter.

Wenn Ihr spenden könnt, dann gerne direkt unter diesem Link: https://www.gofundme.com/f/eugenia-ke3qe

Bitte teilt den Aufruf überall, wo es sinnvoll ist. Jede Spende zählt.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.